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Das war nicht das letzte Benefizkonzert
Der Dingelber Oliver Salawa freut sich über 3800 Euro für kranke und verletzte Kinder aus Afghanistan
Dingelbe/Schellerten (am). Der Einsatz hat sich gelohnt: Im August begann der Dingelber Oliver Salawa erstmals mit der Planung eines Benefizkonzertes. Mit dem erspielten Geld wollte er kranken und verletzten Kindern aus Afghanistan helfen. Jetzt sind 3800 Euro in der Spendenkasse. Mehr als 100 Musiker spielten was das Zeug hielt in der Schellerter Sporthalle, schließlich musizierten sie für einen guten Zweck. Drei Stunden lang boten sie einen Mix aus Filmmusik, Volksliedern und Märschen. Als Dagmar Fütterer vom Musikverein Ottbergen ein Solo spielte, bekam besonders ein Mann eine dicke Gänsehaut: Oliver Salawa. „Das ging mir unter die Haut", gesteht der 38-Jährige. Er war derjenige, der diese Veranstaltung auf die Beine gestellt hat (diese Zeitung berichtete). Der Rettungssanitäter erfuhr Ende Juli vom Schicksal eines kleinen Jungen aus Afghanistan: Obeidullah. Der Dreijährige erlitt bei einem Unfall schwerste Brandverletzungen, litt fürchterliche Schmerzen. In seinem Heimatland konnte er nicht behandelt werden und so kam er über den Verein Friedensdorf nach Deutschland. Professor Dr. Bernd Rieck, Chefarzt der Klinik für plastische Chirurgie im Klinikum, operierte Obeidullah. Jetzt kann das Kind wieder seine Augen und den Mund schließen. Das Schicksal bewegte den Dingelber sehr - er musste helfen. Das erste Mal in seinem Leben organisierte er ein großes Konzert. Fand Menschen, die ihm bei der Planung zur Seite standen: Dingelbes Ortsbrandmeister Stefan Steinke, Henning Meier, Schriftführer der Wehr, Norbert Schauer und Dirk Oldenburg. Zunächst sagten die Dingelber und Bettmarer Musiker zu. Dann schlossen sich auch die Dinklarer und Ottberger an. Noch im August sagte Salawa: „1200 Menschen finden in der Sporthalle Platz, wenn 500 kommen, bin ich schon froh." Es kam besser. Viele Musikfreunde strömten in die Halle, schließlich nahmen die Veranstalter 3800 Euro ein. Ebenfalls im August hoffte Salawa, dass die Gema (Verwertungsgesellschaft) auf ihre Gebühren verzichten würde. Doch nun sind 150 Euro fällig, für Sondergenehmigungen hat der Landkreis 60 Euro in Rechnung gestellt. „Ich werde mich an den Landrat wenden und ihn bitten, uns diese Summe zu erlassen, so dass die ganze Summe den Kindern zu Gute kommt", sagt der Dingelber. Auch an die Gema will er diesen Wunsch heran tragen. 50 Prozent der Einnahmen sind für den Verein „Friedensdorf" bestimmt, die andere Hälfte ist für die Stiftung „Freundeskreis" des Klinikums bestimmt. Kostenlos unterstützten Mitglieder des Technischen Hilfswerkes das Veranstaltungsteam, sie bauten die Bühne auf und der ABC-Zug des Kreises transportierte die Stühle. „Ich bin rundum mit der Veranstaltung zufrieden. Das war bombastisch", freut sich Salawa. Und: Er will weiter machen. Nicht im kommenden, aber im übernächsten Jahr wird es wieder ein Benefizkonzert geben. „Ich habe jetzt Blut geleckt", scherzt er. Aber eine Pause muss sein. Zum einen sollen diese Konzerte etwas ganz Besonderes sein und zum anderen fordern Ehefrau Annette und Söhnchen Alexander (ein Jahr) jetzt wieder mehr Zeit. Schließlich hat die Vorbereitung den Dingelber doch sehr in Anspruch genommen. Für November ist die Spendenübergabe geplant.
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