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| Dingelber Löschbande
„Dingelber Löschbande" zweite Kinderwehr/17 Schüler sollen als Nachwuchs bei den Brandschützern ausgebildet werden
Dingelbe (hs). In der Gemeinde Schellerten gibt es nach Dinklar die zweite Kinderfeuerwehr: In einer Feierstunde im Dingelber Dorfgemeinschaftshaus (DGH) wurde sie ins Leben gerufen. Ihr gehören 17 Schüler zwischen sechs und neun Jahren an. Die Gruppe, die neben der Jugendwehr den Nachwuchs bei den Brandschützern sichern soll, wird von Barbara Meier, Nicole Deppe und Andrea Steinke betreut. Sie bestimmte mit „Dingelber Löschbande" ihren Namen selbst.
Laut Ortsbrandmeister Stefan Steinke habe sich das Kommando seit geraumer Zeit damit befasst, wie der Fortbestand der Wehr erhalten bleibe könne. Dabei reifte der Gedanke, Kinder an die ehrenamtliche Aufgabe der Feuerwehr heranzuführen. Um das Vorhaben in die Tat umzusetzen, musste zunächst geklärt werden, ob überhaupt Interesse im Dorf bestehe und wer die Betreuung übernehmen soll, sagte Steinke. Die Aktion sei mit einem Tag der offenen Tür der Jugendwehr und über Handzettel publik gemacht worden, berichtete Steinke weiter. 13 Kinder und deren Eltern bekundeten spontan Interesse.
Nach einem folgenden Informationstag erhöhte sich die Zahl auf 17. Dann wandte sich Steinke den Mädchen und Jungen zu, die geduldig am Fenster standen und gespannt waren, was sie erwartete. Zu einer Feuerwehr gehöre auch eine Uniform. Die gebe es aber noch nicht. Dafür aber rote Kappen und Sweatshirts mit Namensaufdruck. „Und für den nächsten Sommer eine Nummer größere T-Shirts, damit ihr reinwachsen könnt", ergänzte Betreuerin Barbara Meier. Obendrein gab es als Geschenk ein großes Playmobil, über das sich die Schüler freuten, schnell hermachten und auspackten. Als Dank sangen sie mit den Betreuerinnen: „Eins, zwei, wir sind dabei - Rettungswagen, Feuerwehr kommen schon daher!"
Der Schellerter Gemeindebürgermeister Axel Witte lobte den Entschluss der Wehr. Als der Antrag Anfang September gestellt wurde, „gab es unter den Führungskräften und in den Gremien keine Vorbehalte, eine Kinderwehr zu gründen, da der Nachwuchs gesichert werden muss." Als zweiten Aspekt hob er hervor, dass die Kinder als „Helfer" an das Ehrenamt herangeführt würden. Das Bewusstsein, für die Gesellschaft etwas zu tun, bleibe in der Regel beständig. Dann gab er offiziell „grünes Licht" für die Wehrgründung und dankte den Eltern, die mitzögen.
Gemeindebrandmeister Peter Notka freute es, dass er tags zuvor beim Treffen der „Alterskameraden" mit einem 87-Jährigen das älteste Mitglied traf und nun mit einem Sechsjährigen das jüngste begrüßte. „Das ist eine Bandbreite, die wir uns wünschen", sagte er. Er versprach den Eltern, dass ihre Kinder in der Wehr „gut aufgehoben sind, und dass die Ausbildung in verantwortungsvollen Händen liegt". „Das Elternhaus können und wollen wir aber nicht ersetzen", räumte er ein.
Pfarrer Pater Alfons Nillies gratulierte im Namen der Kirchengemeinde St. Michael, segnete die Kinder und brachte einen Obolus in einem Umschlag mit. Auch Ortsbürgermeister Johannes Ossenkopp lieferte ein Geschenk ab. „Als ich von dem Vorhaben der Ortswehr hörte, was ich zunächst skeptisch, umso mehr bin ich jetzt über die Resonanz begeistert", sagte er. Und weil die Kindertagesstätte vor Ort eng mit der Kinderwehr zusammenarbeiten möchte, brachten Erzieherinnen zur Stärkung der Kinder Schokoküsse mit.
Der Jugendwart der Gemeindefeuerwehr, Lars Engelke, wünschte viel Erfolg und wies darauf hin, dass die Dinklarer Kinderwehr inzwischen 31 Mitglieder habe. Es gebe sogar einen Aufnahmestopp, fügte Witte hinzu. Schließlich berichtete Betreuerin Barbara Meier, dass die Kinder schon vier „Dienste" hinter sich hätten. Unter anderem hätten sie Laternen gebastelt, über Feuer gesprochen und einen Weihnachtsbaum geschmückt.
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Foto: Schlittenbauer
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| Das sind sie, die 17 Mädchen und Jungen der gegründeten Kinderfeuerwehr in Dingelbe. An der Gründungsfeier im Dorfgemeinschaftshaus beteiligten sich Barbara Meier, Peter Notka, Axel Witte, Andrea Steinke, Stefan Steinke und Nicole Deppe (hinter Reihe von links). |
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Foto: Schlittenbauer
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| Die Kinder, die sich über das Playmobil freuten, fielen über das Geschenk her und packten es flink aus.
(Zeitungsbericht aus dem Schellerter Bote / Herausgeber: Gleitz GmbH) |
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