| „Rettungsaktion" in der Flensburger Förde
10 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Dingelbe, teilweise mit ihren Familien, führten am Wochenende vom 02.10.09 bis 04.10.09 eine besondere Fortbildung durch. Um die Arbeit von anderen Hilfs- und Rettungsorganisationen kennen zu lernen, traf man sich am 03.10.09 um 10:00 Uhr mit Angehörigen der „Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger" (DGzRS) an der Station in Langballigau, ca. 15 km ostwärts von Flensburg an der Flensburger Förde. Zunächst wurde den Dingelbern die Gliederung sowie die Aufgaben der DGzRS anschaulich im „Rettungsschuppen" der Station erklärt, bevor es mit dem Seenotrettungsboot „Werner Kuntze" auf die Flensburger Förde hinausging. Vor der Hafeneinfahrt des Sportboothafens Langballigau durfte der Kamerad Maik Büssing einen Überlebensanzug anziehen und in die ca. 10 Grad Celsius kalte Ostsee springen. Um dem Kameraden Büssing einmal das Gefühl eines Ertrinkenden zu geben, erzeugte das Seenotrettungsboot durch eine Vorbeifahrt Wellen, die Maik Büssing kurzzeitig unter Wasser drückten. „Ich hätte nie gedacht, wie groß Wellen wirken können, wenn sie auf einen im Wasser Liegenden zukommen", so Büssing. Anschließend wurde er von 2 Kameraden der DGzRS aus dem kalten Wasser „gerettet". Eine Bootsbesatzung besteht aus 4 Rettern erklärte der Rettungsmann, Michael Mangelsen. Diese haben in einem festgelegten Turnus immer wieder eine Woche Bereitschaft, in der sie jederzeit alarmiert werden können und bei jedem Wetter z.B. havarierte Segler von Sandbänken freischleppen oder in Seenot geratene Bootsbesatzungen retten und, wenn möglich, ihre Boote in den nächsten Hafen schleppen. Der Einsatz ist kostenfrei, allerdings freue man sich nach der Rettungsaktion über eine Spende der Geretteten. Die Zusammenarbeit mit den dänischen Kollegen, die auf der anderen Seite der Förde ihren Einsatzbereich habe, sei vorbildlich und gut, sagte der 1. Vormann der Station Langballigau, August Wilhelm Philippsen. Man unterstütze sich mit der Rettungsorganisation des anderen Staates, wann immer es nötig ist. Im Anschluss an die ca. 2 stündige Einweisung übergaben die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Dingelbe eine Geldspende, da sich die DGzRS ausschließlich durch Spenden finanziert. „Die Gesellschaft bleibt damit ohne Einfluss von außen", erklärte der 1.Vormann. Am Abend des 03.10.09 trafen sich die Kameraden der DGzRS mit den Dingelbern im Gemeinschaftsraum der Dingelber Unterkunft auf dem Hof Ziergöbel, um die Kameradschaft zwischen den Angehörigen der beiden Hilfsorganisationen zu festigen.
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